„Ist das hier echt? Kann mich mal kurz jemand kneifen?“ denke ich, während ich mich Mitten in Sydney befinde. Hier sitze ich jetzt also auf einer Bank im Hyde Park – auf der anderen Seite der Welt. Vor mir üben ein paar Skatern ihre Tricks während daneben ein seltsamer Vogel spaziert, den ich so wenn überhaupt nur im Zoo gesehen habe. Es ist das erste Mal seit dem Start meiner Reise, dass ich ein paar klare Gedanken fassen kann. Davor lief alles eher wie ferngesteuert ab – in den Flieger in Hamburg einsteigen, in Dubai umsteigen, in Sydney ankommen und ab zum Hostel. Einige Stunden Aufregung und Adrenalin davor, dazwischen und danach inklusive.

Gedanke Nr. 1: Es fühlt sich gerade alles so verdammt Richtig an! Aber was hat mich eigentlich hier her getrieben? Nach Australien zu Reisen, das war ursprünglich letzten Sommer eine Idee, die ich mit meiner Freundin Jenny hatte. Während unseres gemeinsamen Roadtrips, haben wir in Paris einen Australier kennengelernt. Zusammen mit ihm sind wir weitergereist und haben eines Abends am Lagerfeuer besprochen, dass wir im Winter unbedingt in die Sonne sollten. Der Plan: Uns dem kalten Europa entziehen und endlich mal das angucken, von dem man immer so viel hört und liest.Die Träumerei aus dem Sommer hatten wir wohl mehr oder weniger vergessen, bis es dann wirklich kalt und grau wurde. Eines Abends rief Jenny bei mir an und berichtete von einem Jobangebot für den Monat Februar. Sie würde es trotz des Australienplans gerne annehmen. Natürlich hatte ich Verständnis, aber als ich länger darüber nach dachte gefiel mir die Idee zwischen meinem Bachelor und Master in die Sonne abzuhauen immer noch sehr gut. Also beschloss ich trotzdem zu verreisen – dann eben alleine!

 

 

Und so sitze ich jetzt hier und bin einfach nur glücklich. Trotz ein wenig Furcht vor dem Jetlag (den ich übrigens gar nicht hatte, weil ich so gut im Flieger geschlafen habe) und großen Respekt vor den Herausforderungen des Alleinereisens, ist es bis jetzt wunderbar! Außerdem habe ich ja jeden Tag einen treuen Begleiter: Meine Kamera. Mit der habe ich auch meine ersten Eindrücke von Sydney für euch festgehalten.

Schon jetzt steht für mich fest, dass ich definitiv noch Einiges in Sydney sehen möchte. Ich überlege sogar noch etwas länger in der Stadt zu bleiben. Bis jetzt habe ich nämlich nur einen groben Plan für die Reise. Fest gebucht ist mein jetziges Hostel bis zum 7. Februar, danach muss ich weiter überlegen – vielleicht noch ein paar Tage verlängern, mir die Blue Mountains angucken oder eine Unterkunft in Bondi Beach buchen?!

 

 

Meine Liste an Cafés, die ich angucken möchte ist übrigens mein zweiter treuer Begleiter. Schon durch einige nette Baristas wurde sie gefüllt und optimiert. Ein paar Tipps die ich vorher im Internet recherchiert hatte, wurden dabei gleich drei Mal durchgestrichen. Begründung: kalte Atmosphäre. Die sieht man natürlich nicht auf Bildern, aber ist definitiv ein Ausschluss-Kriterium.

Nachdem ich meine perfekte Liste für Sydney hatte, habe ich mir angewöhnt den Menschen aus den Cafés noch eine zweite Frage zu stellen: Wenn du einen Tag in Sydney frei hättest, was würdest du tun? Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus – ins Museum gehen oder die Fähre nach Manly nehmen, um dort an den Strand und zu diesem einen tollen Café zu gehen. Der Röster aus dem Mecca (einem wunderschönen Café, aber zu all diesen Orten bald an anderer Stelle mehr) empfahl mir an einem Samstag Morgen Potts Point zu besuchen, im Room 10 zu Frühstücken und über den Markt dort zu schlendern und genau das mache ich jetzt auch. Ich werde euch berichten!

 

Single O Sydney Specialty Coffee Place & Neighbourhood

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Dezember schenkt der Ankerwechsel Verlag
dir die Versandkosten!

Gutscheincode: FREUDE
ZUM ONLINE SHOP
close-link