Letztes Wochenende war es endlich so weit: Das zehnte Reeperbahn Festival fand auf St. Pauli statt.
Das ich da war, wisst ihr sicherlich bereits von meinen sozialen Kanälen, trotzdem möchte ich euch heute noch ein bisschen genauer davon berichten – denn es war grandios!

 

Reeperbahn Festival 2015 Hamburg St. Pauli Musik

 

Seit meinem Geburtstag im Juni hingen die Festival Tickets an meiner Wand und bereits Wochen vorher lief die aktuelle Festival Playlist auf meinem Spotify-Account rauf und runter. Es war schließlich bereits mein zweiter Besuch auf dem etwas anderem Festival und ich wollte wieder möglichst viel mitnehmen.
Das Besondere am Reeperbahn Festival ist, dass das Line-up nur wenige bekannte Bands und vor allem viele noch eher unbekannte Bands aus den verschiedensten Ländern beinhaltet.
Wer also nicht offen für Neues ist und eher auf die Charts vertraut, wird auf dem Reeperbahn Festival sicherlich nicht glücklich. Offen für Neues zu sein lohnt sich aber absolut! Die Bands die an den vier Tagen auftreten bieten immer einiges und das gleich in den verschiedensten Genres, zu meinen Neuentdeckungen & Musiktipps aber später.

Auch den typischen Festivalbesucher gibt es beim Reeperbahn Festival nicht: Da es neben dem Festival auch eine Reihe von Workshops und Fachkonferenzen gibt, trifft man auf viel Fachpublikum und auch auf einige Events von großen Plattenlabels. Aber auch „Normalos“ trifft man über all an und das in allen Altersklassen und aus allen Genres. Gecampt wird auf der Reeperbahn im Übrigen nicht (das ist wahrscheinlich auch gut so).
Auch für Neuhamburger kann ich das Reeperbahn Festival auf jeden Fall wärmstens empfehlen, denn die Chance an einem Abend so viele unterschiedliche Locations zu entdecken hat man wirklich selten.

 

Nun aber zu meinen zwei Abenden. Dieses Jahr war ich am Freitag und Samstag auf dem Festival. Am Donnerstag trat jedoch bereits Soley auf, eine Sängerin auf die ganz oben auf meiner „Hören-Will“-Liste stand. 


Freitag ging es dann bei mir um 17.00 Uhr mit Rays Reeperbahn Revue los. 

Hierbei handelt es sich um eine Show, die an jedem der Reeperbahn Festivalabende im Schmidt Theater stattfindet. Moderator und Gastgeber ist kein geringerer als der ehemalige MTV Moderator Ray Cokes. Wie Ray kennst du nicht? Auch nicht schlimm, das tat ich vorher auch nicht. Eins sei aber gesagt, der Typ reißt einen mit und die Show ist jeden Festivaltag eins der Highlights. 

 

Während der einen Stunde treten vier Bands auf, die nach ihrem Auftritt jeweils von Ray interviewt werden. Das hilft wirklich weiter, wenn man noch keinen richtigen Plan für den Abend hat und ist nebenbei erwähnt auch ne super Gelegenheit gleich vier neue Bands in gemütlicher Atmosphäre kennenzulernen. 
Wichtig bei Ray ist jedoch, dass man sich rechtzeitig anstellt. Mit einer Stunde anstehen, sollte es einem gelingen noch rein zukommen, denn die Schlange geht ansonsten jeden Abend bis über die Davidswache hinaus.
„Eine Stunde anstehen?!“ denkt ihr jetzt. Aber da man vorm Schmidt Theater direkt am Spielbudenplatz neben der N-Joy Bühne steht, wird man auch hier bereits mit guter Musik beschallt und bei einer netten Begleitung vergeht so eine Stunde ja sowieso im Fluge…

 

Den Musiktipp den ich euch von meinem ersten Ray-Besuch mitgeben möchte ist Oh Wonder. Die Band hat mir so gut gefallen, dass ich sie mir anschließend auch noch im Übel & Gefährlich angehört habe.

 

 

Oh Wonder Rays Reeperbahn Revue Schmidt Tivoli Reeperbahn Festival Rbf15

 

Nach Rays ging es für mich und meine Begleitung erst mal zur Pauli Pizza in der Talstraße 22. 
Denn wo lässt sich der Festivalabend am Besten weiter planen, als bei einer Stück Pizza und ein Astra in der schönen Reeperbahn Edition?

Astra Reeperbahn Festival Edition Pauli Pizza Talstraße St. Pauli

Das Ergebnis war, dass wir uns noch folgende Bands angehört haben: Half Moon Run, The Sielence, Dan Magan, Oscar, A.O.S.O.O.N, Mac Demarco und Petit noir.

 

Mein Highlight am Freitag war schließlich Rudimental im Docks. Es war eher eine spontane Idee noch dorthin zu gehen, und obwohl ich die Band vorher schon bei Ray gesehen hatte, wusste ich nicht vorher noch nicht so ganz worauf ich mich da einlasse. Während sie am Nachmittag nämlich noch eher ruhiger waren, ging es im Docks ordentlich ab und das Finale meines ersten Festivalabends war damit Perfekt.

 


 

Samstag habe ich mir dann erst einmal bei einem Kaffee die Posterstände angeschaut. Auf dem Spielbudenplatz tobt nämlich an allen vier Tagen das Leben und es gibt ganz viel zu sehen (auch ohne ein Reeperbahn Festival Ticket). Neben einigen kleinen Bühnen und vielen Stände für Essen & Trinken stellen auch über 20 internationale Künstler ihre Poster aus.

 

An diesem Tag haben wir es glücklicherweise noch mal zu Ray geschafft und durften unter anderem Family of the Year, The Franklin Electric und Gabriel Rios lauschen.

 

 

Samstagabend trat im Imperial Theater dann Cloves auf. Hinter der starken, mich absolut begeisternde, Stimme steckt eine noch sehr unbekannte Sängerin. Ihre Musik ist meine persönlich größte Entdeckung und ich bin überzeugt und hoffe, dass Cloves in Zukunft ganz viel Erfolg haben wird.

 

 

Auch die Band Gabriel Rios spielte später am Abend im Imperial Theater und gehört zu meinen Musiktipps.

 

Außerdem haben wir am Samstag noch Kim Churchill, Rhodes, Noah Kin, Cristobal and the Sea und VÖK gehört.

 


 

Mein Fazit: Das Ticket fürs nächste Jahr steht wieder auf meiner Weihnachtswunschliste und bis dahin schwebe ich noch in den Erinnerungen an die zwei schönen Abende. Danke dafür auch an meine liebe Begleitung, Alisa! Ich hoffe die Musiktipps gefallen euch.

 

Reeperbahn Festival 2015