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Schon in diesem Beitrag habe ich euch letzten Monat davon berichtet, wie günstig wir diesen Sommer unterwegs waren. Auch bei der zweiten Hälfte unseres Roadtrips von Porto über Lissabon nach Madrid haben meine Reisefreundin Jenny und ich diese Art des Reisens durchgezogen. Sechs Länder, zehn Städte – das schafft man als Student wohl auch kaum anders. Und wie es der Zufall so wollte, hatte mich ein paar Wochen vor der zweiten Reise jemand von BlaBlaCar angeschrieben und gefragt, ob ich nicht Lust hätte mehr über das Thema Ridesharing auf meinem Blog zu erzählen. Den Gedanken an den geplanten Text und die Fotos habe ich während meiner Zeit in Porto und Lissabon zugegeben ein wenig vergessen. Erst als wir am Abend vor unserer Abreise aus Lissabon die Fahrt auf der BlaBlaCar-Seite reinstellten, erinnerte ich mich: Da war ja noch etwas. Nun war ich noch gespannter als sonst auf die oder den Mitfahrer und darauf, ob sich unsere zuvor gemachten positiven Erfahrungen wieder bestätigen würden.

 

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Am nächsten Vormittag gegen 11 Uhr, als wir gerade unser Auto vor der Lissabonner Polizei schützten, die ordentlich Parkrallen in unserer Straße verteilte, stand auf einmal Michael vor uns. Am Abend zuvor hatten wir ihn als Mitfahrer bestätigt. Er war diesmal der Einzige, den wir mitnehmen wollten, denn der zweite „freie“ Sitz unseres sowieso schon voll bepackten Autos war für ein paar Mitbringsel aus Portugal reserviert – der günstige und leckere Wein stand ganz oben auf der Liste. Ebenso ein paar Avocados und Reiscracker, unser liebster Snack für lange Autofahrten.

 

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Acht Stunden Fahrt vor uns, Michael auf der Rücksitzbank, meine Freundin Jenny auf dem Fahrersitz und ich diejenige, die den Neuen im Auto ausfragte. Ich staunte nicht schlecht, als dieser sich als Halbkanadier/Halbdeutscher rausstellte und uns sogar anbot ein wenig auf Deutsch zu reden. Als wir dann auf das Thema Hobbys und auf Instagram und das Fotografieren kamen, leuchteten meine Augen: Jackpot! Der Zufall und das Glück waren, wie so oft in diesem Sommer, auf unserer Seite, denn Michaels Leidenschaft war (neben dem Fußball) das Fotografieren. Und wenn ich mich über eine Sache stundenlang unterhalten kann, dann über alles rund um die Fotografie.

 

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Besonders gut gefiel mir die Situation, als sowohl Michael als auch ich aus dem Fenster heraus die mittlerweile spanische Landschaft in der späten Nachmittagssonne fotografierten. Für viele andere Menschen wäre das wohl ein skurriles Bild gewesen. Zwei Kameras guckten aus runtergekurbelten Autofenstern und knipsten die vorbeiziehende Landschaft. Aber mit Michael an Bord gab es auf dieser Fahrt nichts Selbstverständlicheres. „Eine Sprache sprechen“ davon kann man wohl auch reden, wenn jemand für das Gleiche brennt, wie man selbst…

 

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Kurz vor unserer Ankunft im hektischen Madrider Abendverkehr traute ich mich übrigens auch Michael, dessen Fotokünste ihr hier auf Instagram angucken könnt, über seine Tattoos auszufragen. Besonders gut gefiel mir die Berglandschaft an seinem Arm, die seine zwei Heimaten darstellt: Süddeutschland und Kanada. Als wir nach den vielen Stunden Fahrt irgendwann schwiegen und dem Autoradio lauschten, war es keine unangenehme Stille. Wie schon bei anderen Fahrten diesen Sommer war es auch diesmal so: Ein Fremder stieg in das Auto ein und ein paar Stunden später stieg er als Freund wieder aus.

 

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* Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von BlaBlaCar entstanden – wenn ihr Lust habt BlaBlaCar mal auszuprobieren, könnt ihr euch übrigens an dieser Stelle anmelden.