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Wie war das nochmal mit dem Reisekater? Kaum ist man zurück nach vielen wunderbaren Tagen, Wochen oder sogar Monaten, voll mit Entdecken, Entspannen und Erleben, kommt ein Tief.

Als ob es imaginär schon am Flughafen mit einem großen Namensschild auf mich gewartet hätte, machte es sich nach der letzten Reise in meinem Körper breit. Zuerst dachte ich noch es bekämpfen zu können. Tanzte die halbe Nacht auf einem Straßenfest in der Schanze. Laute Beats, glückliche Menschen und kein Platz für ein wenig Wehmut. Erst am nächsten Tag realisierte ich, dass das kein Bekämpfen war. Es war nur ein Herauszögern. Schöner hätte der erste Tag in meiner Herzensstadt, zurück von ingesamt einem Monat Europa-Roadtrip, zwar nicht sein können… Aber Reisekater und normaler Kater, das war dann doch eine harte Mischung.

 

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Gerade heute sagte ein Freund zu mir „Du suchst doch immer irgendeinen Fehler“. Nun kleinlich bin ich bei Weitem nicht, aber ja es stimmt, was er meinte: Ich brauche immer ein Ziel. Nach dem nächsten Schritt zu gucken, während man gerade einen macht, das ist nicht immer das Schlauste und führt manchmal sogar zum Stolpern. Häufiger den Moment genießen und das hier und jetzt, daran sollte ich wirklich arbeiten.

Ein nächstes Reiseziel, einen Ausblick auf erneut ein paar Tage dem Alltag entfliehen. Einfach nur in den Tag hinein zu leben und sich keine Gedanken über das, was war, das was ist und das, was kommen mag, zu machen. Etwas zu haben, was ich dick in meinen Kalender schreibe und das bei mir, beim Durchblättern von eben diesen, immer wieder ein kleines Grinsen auslöst. Das ist jedoch etwas, das mir gut tut und das ich brauche. Mit Fehler suchen, hat es hoffentlich weniger zu tun.

In Hamburg zeigte sich Mitte September dann auch nochmal die Sonne, die ebenfalls ein wunderbares Mittel der Betäubung von Fernweh war. Viel härter wäre der harte Beigeschmack des Endes meiner Reise wohl bei typisch grauen Nieselregen gewesen. Irgendwann hat er sich dann aber doch breitgemacht, der immer wieder wiederkehrende Reisekater. Gerade in den letzten Wochen, in denen sich Hamburg in seiner Lieblingsfarbe Grau zeigte, klopfte er regelmäßig an meine Gemütstür.

 

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Deshalb wurde vor einiger Zeit dann doch das einzige Gegenmittel gegen Reisekater angewendet – Flüge buchen. Nicht weit weg, aber doch weit weg genug. Nächste Woche geht es also in die Stadt, die auf dem Blog mittlerweile fast so viel Platz bekommen hat, wie mein geliebtes Hamburg. Von Amsterdam ist die Rede.

Mal gucken, was ich dieses Mal dort so entdecke… Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig euch auch auf diese Reise mitzunehmen! Nebenbei fällt mir auf, bald haben Amsterdam und ich fast alle Jahreszeiten zusammen durchlebt. Nach tiefer Winterluft einatmen in De Pijp und Sommernächte verbringen im Vondelpark folgt nächste Woche also vielleicht fallende Herbstblätter an der Prinsengracht beobachten. Ich bin gespannt und habe euch gerne wieder mit dabei, hier und auf Instagram.

 

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