Kirschblüten Fotografie Tipps Fototipps Fotoausrüstung Foto Equipment Spiegelreflexkamera Nikon D 5000

35mm Objektiv – ISO 200 – Blende ƒ/2.8 – Belichtungszeit 1/640

 

Heute habe ich mal einen etwas anderen Beitrag für euch. Einen Beitrag nach dessen Inhalt ich schon oft gefragt wurde, ob hier im Internet oder persönlich: Ich werde euch von meinem Foto-Equipment berichten und erzählen, welche 10 Fotografie Tipps mir täglich helfen bessere Bilder zu machen.

Zwei Sachen möchte ich jedoch noch vorab erwähnen. Erstens: Ich bin kein Fotoprofi! All mein Wissen habe ich über die Jahre gesammelt und mir durch viel ausprobieren beigebracht – erwartet hier also nicht den ultimativen Foto-Guide vom Fachmann. Zweitens: Fotografieren ist wie jede Form der Kunst etwas Subjektives und so sind es wohl auch meine Tipps. Ich zum Beispiel stehe total auf helle Fotos und versuche euch deswegen gleich unter anderem zu erklären wie man zu solchen kommen kann. Viel Spaß damit!

So gut wie alle Bilder auf meinem Blog habe ich mit meiner Spiegelreflex-Kamera, einer Nikon D5000*, gemacht. Meine – bis jetzt erste – Kamera ist quasi nur eine dauerhafte Leihgabe von meinem lieben Papa. Ich habe sie mir vor vielen Jahren bei ihm ausgeliehen und ihn irgendwann davon überzeugt, dass ich sie viel besser gebrauchen kann als er (das schöne Teil lag zwischen durch über ein Jahr nicht genutzt bei ihm rum, das war mein Hauptargument, mit dem ich ihn überzeugen konnte). Die Frage am Anfang „Nikon oder Canon?“ hat sich mir also nicht so richtig gestellt.

Aber auch wenn ich mir irgendwann die erste ganz eigene Kamera (vielleicht ja eine mit Vollformat?) zulege, werde ich sicherlich bei Nikon bleiben. Schließlich bin ich mit dem System zufrieden und habe damit die Anfänge meiner Fotografie erlebt. Die Freude an Kameras liegt bei uns Übrigens ein wenig in der Familie – mein Opa hat früher jedes Familienereignis gefilmt und mein Onkel ist gelernter Fotograf. Auch meine liebe Schwester haben wir mittlerweile angesteckt und mit ihrer DIY-Begeisterung zaubert sie ab und zu tolle Fotohintergründe für uns.

 

Mein Foto Equipment Fotografie Tipps

 

Ich glaube der hauptsächliche Motivationsschub dafür war, dass ich mir in dieser Zeit meine erste Festbrennweite zugelegt habe, ein 50 mm Objektiv*. Durch den hohen maximalen Blendenwert des neuen Objektives (1.4) wurden meine Bilder viel lichtstärker und meine Freude am Fotografieren katapultierte sich noch einmal auf eine neue Stufe. Und wenn man dann noch beim Fotografieren den manuellen Modus nutzt, hat man einfach soviel mehr Möglichkeiten seine Bilder selber zu beeinflussen. Durch die hohe Lichtstärke kann man außerdem wunderbar mit dem Effekt von Tiefenschärfe bzw. Unschärfe arbeiten. Mehr dazu weiter unten bei den Fotografie Tipps.

Falls euch das Thema Kamera-Einstellungen interessiert und ihr Lust habt viel über Fotografie zu lernen, kann ich euch auch von Herzen empfehlen mal auf dem Blog Lichtkonfetti vorbei zu schauen. An dieser Stelle hat die liebe Jana nämlich einen hammermäßigen Fotokurs zusammen geschrieben. Während meine Foto-Tipps eher allgemeinerer Natur sind, hat Jana sich über mehrere Beiträge hinaus den vielen Möglichkeiten bei Einstellungen und Co gewidmet – diesen Bereich heute hier abzudecken, würde wohl den Umfang dieses Beitrages maßlos sprengen.

Um aber zurück zum Fotoequipment und meinem Weg mit der Fotografie zu kommen: Nach dem Kauf der ersten Festbrennweite war ich angesteckt vom Fieber und habe mich verliebt in das neue Fotografie-Erlebnis. Klar statt einfach mal kurz zu zoomen muss man sich bei dieser Art des Objektives bewegen um den Bildausschnitt zu ändern, aber man lernt so auf eine ganz andere Weise den Umgang mit Motiven. Außerdem gleichen die lichtstarken Bilder und die unterschiedlichen Möglichkeiten bezüglich der Tiefenschärfe jeden Schritt und das Umdenken schnell aus. Und so schenkte ich mir selbst zum Jahreswechsel ein weiteres Objektiv: eine 35 mm Festbrennweite. Beim Kauf eines neuen Objektives kann ich euch im Übrigen raten immer auch einen Schutzfilter dazu zu kaufen. Ich habe auf meiner 35 mm Festbrennweite z.B. diesen B+W UV-Filter* drauf, der mit 20€ wohl zu den teureren Filtern gehört. Aufgrund seiner guten Qualität habe ich ihn mir aber trotzdem zugelegt. Auch wenn ihr lieber zu einem günstigeren Filter greift wird eure Kamera es euch danken, denn wenn auf dem Filter irgendwann Kratzer sind, könnt ihr ihn einfach austauschen und müsst euch nicht am Ende über ein kaputtes Objektiv ärgern.

Neben den Objektiven und deren Filtern würde ich als Teil meines Fotoequipments auch einen kleinen Fernauslöser* zählen. Die Infrarot-Fernbedienung hat mich z.B. bei den Beiträgen für den Adventskalender sehr unterstützt. Es gibt ja so viele Möglichkeiten bei denen man es leichter hat, wenn man mit Stativ und Fernauslöser arbeiten kann. Nutzen tue ich den Fernauslöser aber eher Zuhause. Wenn ich für einen Blogartikel die Fotoproduktion in einem Café mache, dann bin ich noch ganz klassisch selbst am Auslöser.

Ein Tipp für ein Stativ habe ich im Übrigen noch nicht. Meins* ist zwar gut, aber es gibt durchaus bessere. Ich werde euch bei Interesse gerne irgendwann noch mehr Fotografie Tipps vorstellen und vielleicht habe ich bis dahin ja auch ein gutes Stativ gefunden, dass ich euch dann empfehlen kann.

 

Fototipps Hamburg Nikon D5000 Eimsbüttel Fotografie Tipps Foto Tipps manuell Fotografieren

35mm Objektiv – ISO 200 – Blende ƒ/10 – Belichtungszeit 1/400

 

Und nun zu den 10 Fotografie Tipps, die ich beim Thema Fotografieren regelmäßig bedenke:

1. Schlepp deine Kamera über all mit hin. Und hol sie raus anstatt einfach schnell ein Foto mit deinem Handy zu knipsen. Manchmal nervt das zusätzliche Gepäck und ja ich bin auch noch auf der Suche nach dem idealen Fotorucksack – aber der Unterschied zwischen Spiegelreflexkamera und Handy ist einfach immer noch immens.

 

2. Mach dich zum Deppen! Steig auf einen Stuhl, hol dir im Café die schönste Dekoration zusammen oder räume direkt das ganze Frühstück in eine andere Ecke des Raumes. Das klingt doof, aber macht doch oft den kleinen Unterschied, gerade auch bei vielen Instagram-Bildern. Ich selber stand beispielsweise bei der Fotoproduktion für diesen Beitrag in Socken auf einem Barhocker. Nur zu passend bei diesem Thema fällt mir auch das Bild einer bekannten deutsche Modebloggerin ein, dass ich vor einiger Zeit bei Instagram bestaunt habe. Sie war zu Besuch in der Zuckermonarchie und hatte, im Vergleich zu allen anderen Instagram-Bildern zur #Zuckermonarchie, einen perfekt weißen Fotountergrund. Nach längerem Betrachten fiel mir auf, woran es lag: Sie hatte Teller, Tassen, Tischdeko und die Teekanne in eine andere Ecke des Raumes geräumt, nämlich in die Auskerbung vom Fenster. Dort war natürlich neben dem schöneren Untergrund auch noch besseres Licht.

 

3. Womit wir gleich schon beim nächsten Punkt sind: Nutze gutes und vor allem natürliches Licht. Gerade wenn du manuell fotografierst wirst du sehr schnell merken, was für eine Auswirkung welches Licht auf deine Fotos hat. Damit sie besonders Lichtstark werden und dabei immer noch schön scharf und nicht aufgrund eines hohen ISO-Wertes körnig, kann ich empfehlen nur dann Fotos zu machen wenn das Licht draußen gut ist. Sprich nicht erst spätabends, wenn es draußen bereits dunkel ist. Ich persönlich fotografiere sehr häufig am Fenster um gute Ergebnisse zu bekommen. Wenn es dann doch mal zu dunkel und ein Foto zu knipsen unbedingt notwendig ist, kann ich dir Tageslichtlampen empfehlen. Ich nutze diese hier, die ich mal auf dem Blog von Dreierlei Liebelei entdeckt habe und sie waren mir z.B. bei der Fotoproduktion für den Dezemberglück Adventskalender Mitten im Winter eine große Hilfe.

 

Hamburg Nikon D5000 Fotografie Tipps Foto Tipps manuell Fotografieren 23 mm Festbrennweite Kaffeefoto

35mm Objektiv – ISO 200 – Blende ƒ/2.8 – Belichtungszeit 1/640

4. Nimm dir Zeit! Das musste ich selbst auch sehr lernen, aber es stimmt einfach „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Manche Cafés habe ich auch schon drei mal besucht, weil ich mit den Fotos der letzten Besuche nicht ganz zufrieden war – so ist das manchmal. Mach dich von kleinen Niederschlägen auf keinen Fall verrückt, sie gehören dazu und manchmal macht es auch aufgrund von Lichtverhältnissen auch einfach wenig Sinn sich abzukämpfen.

 

5. Vergiss die Vollautomatik. Beschäftige dich statt dessen lieber ausführlich mit dem manuellen Modus. Häufig werde ich von euch gefragt, wie man den  Effekt mit Schärfe und Unschärfe hinbekommt (siehe Kaffeefoto über Punkt 4.). Hierzu jetzt ein Erklärungsversuch in Kurzform. Eine ausführliche Beschreibung gibt es in dem empfohlenen Kurs von Lichtkonfetti.

Wichtig sind die folgenden drei Einstellungen:

  • ISO: Eine niedrige ISO-Einstellung verursacht weniger rauschen, mach aber gleichzeitig das Bild dunkler. Bei einer hohen ISO-Einstellung ist das Foto zwar heller, aber es gibt auch mehr Bildrauschen. Ich versuche immer mit einem ISO-Wert von 200 zu fotografieren. Wenn es nötig ist (weil z.B. ein Raum sehr dunkel ist) gehe ich bei dem Wert auch etwas höher, aber nicht mehr als 1000, denn ansonsten wird mir das Foto am Ende häufig körnig.
  • Blende (ƒ): Bei einer weit geöffnete Blende (bedeutet ein niedriger Wert, leider etwas verwirrend) z.B. ƒ/2.8 ist der Schärfe-Unterschied zwischen fokussierten Objekt und Hintergrund größer und das Foto heller. Je weiter geschlossen die Blende ist (z.B. ƒ/10), desto mehr Tiefenschärfe hat das Foto, aber desto dunkler ist es gleichzeitig auch. Gerade bei der Blende kommt es drauf an, was für ein Motiv ihr einfangen wollt. Bei dem folgenden Salatbild beispielsweise, war es mir wichtig, dass nur der Teller scharf ist, den Rest wollte ich gerne unscharf haben und habe deswegen die Blende ƒ/2 eingestellt. Bei dem Bild vom Haus weiter oben hingegen sollte ein größerer Bereich scharf sein, weswegen ich mich für die Blende ƒ/10 entschieden habe.
  • Belichtungszeit: Je länger die Zeit der Belichtung eingestellt ist, desto heller wird das Foto, aber desto eher besteht auch die Gefahr von Verwackelung (unter 1/200 wird’s bei mir ohne Stativ langsam ungewollt unscharf). Bei kurzer Belichtungszeit besteht die Verwacklungsgefahr eher weniger, aber das Bild wird dunkler.

Je nach Lichtverhältnissen, Motiv und gewünschten Ergebnis passe ich die drei Einstellungen von ISO, Blende und Belichtungszeit an. Ich habe euch unter die Bilder aus diesem Beitrag als Beispiel je geschrieben, mit welchen Einstellungen ich fotografiert habe. Außerdem kann ich euch empfehlen mal auf dieser Pinterest-Pinnwand bei mir vorbei zu schauen. Hier habe ich einige Schaubilder gesammelt, die einen guten und vor allem einfachen Überblick über die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zeigen. In der Regel verbessere ich die Helligkeit meiner Fotos Übrigens noch direkt in Instagram oder mit einem Foto-Bearbeitungsprogramm ein wenig nach, um auch bei schlechteren Lichtverhältnissen den ISO-Wert nicht zu hoch ziehen zu müssen.

 

Hamburg Nikon D5000 Fetch Salat Fotografie Tipps Foto Tipps manuell Fotografieren

35mm Objektiv – ISO 1000 – Blende ƒ/2 – Belichtungszeit 1/200

 

6. Arbeite mit Schärfe und Unschärfe. Ich glaube, dass dieser Punkt auf vielen Fotos gut ankommt, weil uns dieser Effekt aus dem realen Sehen bekannt vorkommt. Probiere es gerne aus: Wenn du einen Finger hoch hältst und den Blick auf ihn konzentrieren wird der Hintergrund unscharf. Besonders gut gelingt das Spielen mit Schärfe und Unschärfe wie im vorherigen Punkt – und an dieser Stelle bei Lichtkonfetti – erklärt. Wichtig ist vor allem, dass du bei dieser Art der Fotografie auch den Fokus richtig setzt.

 

Hamburg Nikon D5000 Fotografie Tipps Foto Tipps manuell Fotografieren 50 mm Festbrennweite

50mm Objektiv – ISO 200 – Blende ƒ/5.6 – Belichtungszeit 1/125

7. Versuche auf den Bildaufbau zu achten. Vielleicht hast du damals im Kunstunterricht schon mal vom goldenen Schnitt gehört, versuche diese Regel anzuwenden. Auch ein Fluchtpunkt (oder mehrere) im Bild und generelle Symmetrie wecken oft Begeisterung (sicherlich folgt ihr auch so einigen erfolgreichen Instagrammern, die ihren Fokus auf Architektur legen und dabei die Regeln immer wieder nutzen).

 

8. Investiere auch Mal in neues Equipment. Klar irgendwann hat man alles was man so für seinen täglichen Bedarf brauch zusammen, aber bis dahin ist es ein langer (und häufig nicht ganz günstiger) Weg. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch berichten, dass neue Objektive und Gadgets (sofern sie wirklich sinnvoll sind und nicht nur Spielerei, die man dann doch nur einmal benutzt) bei mir bis jetzt immer für einen guten Motivationsschub gesorgt haben. Allein bei dem Wechsel von der 50mm auf eine 35mm Festbrennweite hatte ich so viel Spaß beim Ausprobieren der neuen Möglichkeiten.

 

9. Zeig deine Werke. Ob Netzwerke wie Instagram oder Facebook oder auch auf die altmodische Art und Weise, bei dir in der Wohnung. Du wirst merken, wenn man sieht was man geschafft hat, dann motiviert einen das noch mehr weiter zu kommen.

Hamburg Nikon D5000 Public Coffee Roasters Fotografie Tipps Foto Tipps manuell Fotografieren

35mm Objektiv – ISO 200 – Blende 2.5 – Belichtungszeit 1/640

10. Habe Spaß! Ich glaube gut fotografieren lernt man vor allem, wenn man ganz viel ausprobiert. Ein wenig herumalbern kann dabei auf keinem Fall Schaden und gerade wenn das Motiv vor deiner Linse mal ein Mensch ist, gehört gute Laune und Spaß auf jeden Fall dazu .

Ich hoffe euch hat dieser Beitrag gefallen und ihr könnt ein wenig daraus mitnehmen. Dabei aber bloß nicht den vierten und letzten Punkt vergessen! Wenn ihr Rückfragen zu einzelnen Punkten habt oder generell irgendwas von mir wissen möchtet, schreibt mir gerne eine Mail oder einen Kommentar hier oder auf einem der sozialen Netzwerke. Ich gebe mir beste Mühe alles zu beantworten.

 

Grömitz Fotografie Tipps Fototipps Fotoausrüstung Foto Equipment Spiegelreflexkamera Nikon D 5000 Zoomobjektiv

Zooobjektiv auf 42 mm – ISO 200 – Blende ƒ/11 – Belichtungszeit 1/500

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