Hamburger Hafen

Einen Jahresrückblick zu schreiben stand ganz weit oben auf meiner Dezember To-Do Liste. Weil es für mich irgendwie auch ein turbulentes Jahr war, habe ich es wahrscheinlich ein wenig aufgeschoben, aber hier kommt er nun, mein Rückblick auf 2015  – ein gutes Jahr, auch wenn es einige persönliche Änderungen mit sich brachte.

Wie wohl viele von euch, blicke ich zur Zeit zurück und frage mich, ob ich glücklich bin. War 2015 ein gutes Jahr? Habe ich meine Ziele erreicht? Und was nehme ich mir für das nächste Jahr vor?

Aber fange ich einfach vom Beginn an. Gleich zum Jahresanfang war es hier relativ Ruhig, denn ich hatte Klausurenphase und war brav am lernen. Dafür folgte dann im Februar einiges mehr: In Hamburg habe ich euch das skandinavische Café Karlsons vorgestellt und während einer Reise nach München habe ich über den Buchlanden Wortwahl geschrieben. Außerdem gab es ein DIY über einen Memorahmen, in den mann seine Postkarten klemmen kann.

Im März genoss ich meine Semesterferien und reiste ein wenig durch Deutschland. Ein Reisestopp in dieser Zeit war Dresden. Ich habe dort mehrere Tage einen guten Freund besucht und wieder einmal meine große Freude für das Fotografieren entdeckt. Natürlich gehörten, wie bei fast jeder guten Reise, auch ein paar Cafébesuche zu der Zeit in Dresden und so stellte ich euch kurz darauf das Café Sperling aus der Neustadt vor.

Nach Dresden folgte Oldenburg, diesmal wurde eine gute Freundin besucht und ich habe euch das Kaffee Hamburg vorgestellt. Falls ihr in dieser Ecke mal landen solltet, sei euch hiermit ein Café-Tipp gesichert und der hat es nicht nur dank des Namens verdient. Ende März ging auf dem Blog einer der erfolgreichsten Beiträge dieses Jahres online: Ein DIY darüber, wie man Fotos mit Photo Patch auf Holz ziehen kann.

Im Monat drauf gab es wieder einmal einige Hamburg Tipps, z.B. den Salon Wechsel Dich, in dem ihr köstliche Waffeln bekommt. Für alle die gerne mal selber Backen und Kochen habe ich ein paar Tage später über den Eppendorfer Isemarkt geschrieben.

 

Hamburg Park Fiction Sommer Jahresrückblick Fräulein Anker

 

Langsam wurde es Sommer und auf mein Balkon habe ich für euch diese wunderbare Statement Tasse von Like Life in Szene gesetzt. Kurz bevor mir in der Uni die Lernphase bevorstand, bin ich nochmal aus Hamburg geflüchtet. Wieder ging es Richtung Norden, diesmal habe ich euch auch ein wenig mehr Persönliches berichtet. Das erste Mal seit den fast drei Jahren, in denen ich hier schreibe, habe ich von meiner Verbindung zu der Insel Spiekeroog erzählt. Auch wenn der Bericht über meine Internatszeit ein wenig knapp ausgefallen ist, finde ich, das war doch ein guter Schritt in die richtige Richtung. Ein paar schöne neue Fotos gab es im Übrigen oben drauf, denn so kurz vor meinem Geburtstagsmonat habe ich mir selbst noch ein Geschenk gemacht. Ich habe mir ein neues Objektiv gekauft, dass ich auf der Nordsee Insel, sowohl am Strand, als auch in der grünen Natur auf seine Funktionen getestet habe. Entstanden sind dabei viele schöne Aufnahmen. Wenn ich so zurück denke daran, kann ich die Möwen fast schon wieder kreischen hören und fange unterbewusst an zu summen „Ich habe noch Sand in den Schuhen von Spiekeroog“…

Zurück in der schönsten Stadt der Welt war ich wieder mal in Sachen Kaffee unterwegs und habe euch das Less Political in der Schanze vorgestellt. In der gleichen Ecke war ich ein paar Tage später dann beim Marktzeit Opening und beim Sommer Elbrausch Designmarkt. Die Marktzeit ist mittlerweile wieder in ihrem Winterquartier, der Fabrik in Altona. Einen Besuch der Fabrik an einem Samstag kann ich euch immer noch sehr empfehlen. Jedes Mal wenn die Decke Zuhause kurz davor war mir auf den Kopf zu fallen, habe ich dort wirklich schöne urbane (und vor allem köstliche) Ablenkung gefunden.

Pünktlich zu meinem Geburtstag bin ich dann erneut vereist. Diesmal ging es etwas weiter weg: nach Stockholm. Die schwedische Hauptstadt hatte es mir schon bei meinem Interrail-Trip 2013 angetan und ein langes Wochenende mit unendlich vielen Fikas (Kaffeepausen), half mir den Kopf mal wieder frei zu bekommen und über das Leben nach zu denken. Auf dem Blog gab es zu dieser Reise natürlich auch einige Berichte: ob das wunderschöne Gewächshaus (und Café) im Rosendals Trädgård, meine Tipps für das Szenenviertel Södermalm oder das Café Tour les Jours – von dessen großen Fenster man das schwedische Straßenleben wirklich gut beobachten kann. Diese Reise tat mir persönlich einfach total gut und am Ende gab es dann auch noch einen Stockholm Guide mit ganz vielen nützlichen Infos für euch.

Zwischen den Stockholm Beiträgen folgte erneut ein persönlicherer Artikel. Dieser war Teil der Blogparade von Lina vom Blog notes to herself. Unter dem Titel Stadtgefühle habe ich über Hamburg, viele andere schöne Städte, das Reisen und der Suche nach Heimat geschrieben. Einige Wochen später lernte ich Lina, die zur Zeit in Leipzig lebt, persönlich kennen. Zusammen tranken wir einen Kaffee im Portugiesen Viertel bei Milch Feinkosten. Es war eine wundervolle Begegnung mit jemanden, den ich vorher nur aus der online Welt kannte. Auch das Treffen einige Monate später mit ein paar Mädchen, die ich über Instagram kennen gelernt hatte, prägte meine Verbindung zum Bloggen und Instagram weiter positiv. Es ist einfach immer wieder schön und spannend, auf was für nette Leute man im Leben treffen kann.

Im Juli habe ich euch hier mal kein Café vorgestellt, sondern eine Eisdiele: auch dank der Eisprinzessinnen aus Ottensen freue ich mich schon auf den Sommer 2016. Mitte des Monats, direkt nach meiner Klausurenphase ging für mich ein neuer Abschnitt los: mein sechsmonatiges Praktikum bei dem Verlagshaus Gruner + Jahr fing an und ich war aufgeregt nach 2 Jahren Marketingstudium endlich ein paar mehr Praxiserfahrung zu machen. In den letzten fünf Monaten lernte ich dort einige nette Leute kennen und hatte Einblicke ins Marketing vom vielen verschieden Zeitschriften. Auch ein paar spanenden Besuche in den Redaktion von der Deli, der Flow, dem Stern oder der Brigitte waren dabei und ich kann kaum fassen, dass die Zeit dort bald schon vorbei ist – „Kinder, wie die Zeit rast“.

Ende Juli habe ich mich für eine weitere persönliche Änderung entschieden: Nach mehr als zwei Jahren Beziehung habe ich mich von meinem Freund getrennt. Auf dem Blog habe ich diese Sache nicht thematisiert. Änderungen, auch wenn man sich selbst für diese entscheidet, brauchen schließlich ihre Zeit. Hier gab es statt dessen einen Bericht über den Eimsbüttler Laden Frau Hansen und im August habe ich über, den im Sommer monatlich stattfindenden, Nachbarschaftsmarkt Hallo Frau Nachbar geschrieben.

Während ich in meinem Praktikum so einiges über Mediaplanung und die Verlagswelt lernte, war es hier zugegebenermaßen ein wenig ruhiger. Im September gab es dafür dann aber einen etwas anderen Artikel. Musikalisch wurde es nämlich, als ich meinen Rückblick auf das zehnte Reeperbahn Festival schrieb und euch von neun Musiktipps berichtete. Nach dem Motto „Nach der Ruhe kommt der Sturm“ zeigte ich euch im Herbst endlich, woran ich in in diesem Jahr auch gearbeitet hatte: der Blog feierte Relaunch und ihr habt mich sehr happy gemacht mit euren positiven Zusprüchen zum neuen Design.

Der November auf Fräulein Anker stand ganz im Zeichen der Designmärkte: zuerst gab es hier alle Infos zu Hamburgs Designmärkten im November und dann folgte ein Bericht über den tollen Feingemacht Designmarkt Lisa, danke noch mal dir und deinem Team für den schönen Tag damals. Außerdem habe ich euch in diesem Monat einen tolle neue Anlaufstelle in der Schanze vorgestellt, denn der dauerhaften Pop up Store B-Lage hatte seine Eröffnung gefeiert.

 

Hamburger Hafen Jahresrückblick Fräulein Anker

 

Ende November habe ich mal wieder über ein Label geschrieben, dieses mal ging es jedoch nicht über Stempel, sondern über Poster, um genau zu sein über die Plakatserie „i love stereotypes about“ vom Bureau Bald. Gerne würde ich euch im nächsten Jahr noch mehr Labels aus anderen Bereichen vorstellen. Ich persönlich finde es nicht nur bei den Läden- und Cafébesitzern spannend, wie Menschen sich trauen ihren Traum zu erfüllen und etwas Neues zu gründen. Viele liebe Menschen mit tollen Ideen und Produkten habe ich auch für das letzte große Projekt auf Fräulein Anker in 2015 angeschrieben: dem Dezemberglück Adventskalender. Er stand im Dezember hier im Fokus und dank den vielen wunderbaren Kooperationspartnern konnte ich vierundzwanzig Gewinner glücklich machen. Die vielen freudigen Antworten auf die Gewinnbenachrichtigungen und eure berichten über das Dezemberglück haben mir die Weihnachtszeit dieses Jahr ganz schön versüßt. Außerdem habt ihr pünktlich zum 24. Dezember die 1.000 Abonnenten auf meinem Instagram-Kanal geknackt und mir damit wirklich ein dickes Weihnachtsgeschenk gezaubert. Ich muss zugeben, dieses soziale Netzwerk ist mitlerweile wirklich mein Liebsten. Mit euch dort quadratische Bilder zu teilen und schöne Orte, köstliche Leckerein, Kunstwerke, DIY-Projekte, hübsche Outfits und vieles mehr zu entdecken gehört zu meinen täglichen Lieblingsbeschäftigungen.

Das war also 2015 bei mir. Und um auf meine Fragen vom Anfang zurück zukommen: Ja ich bin glücklich, aber da ist Steigerungspotenzial. Ich habe gelernt, dass man manchmal offen sein und etwas wagen muss, nur so kommt man aus seinem kleinen Teich raus, lernt neue Leute kennen und kommt auf andere Gedanken und neue Ideen.

Fürs nächste Jahr habe ich mir auch deswegen vorgenommen noch mehr zu reisen, mehr zu entdecken und das Leben zu genießen. Musikalisch gesehen freue ich mich jetzt schon auf den Sommer. Ich werde das erste mal zum MS Dockville Festival gehen und auch ein Ticket für das RBF16 lag bei mir vor ein paar Tagen unter dem Tannenbaum. Außerdem möchte ich herausbekommen, was ich nach dem Bachelor machen möchte, in welche Richtung es gehen soll, welcher Master für mich interessant ist.

Ein weiteres Ziel ist, dass ich noch mehr fotografieren möchte und darin noch besserer werden will. Die Liste mit Cafés die ich euch vorstellen möchte ist in den letzten Monaten nämlich weiter gewachsen und ich will euch auch noch viele Ecken aus anderen schönen Städten dieser Welt zeigen. Neben Leipzig, möchte ich weiterhin auch Köln gerne mal einen Besuch abstatten und auch Berlin werde ich aufgrund der re:buplica sicher bald wieder sehen. Vielleicht ist 2016 ja auch eine zweite Interrail Reise für mich drin – Paris, Amsterdam oder Italien, ich bin gespannt was kommt. Für das nächste Jahr habe ich mir aber auch vorgenommen neue Ecken von Hamburg zu entdecken und öfter an den Elbstrand zu gehen.

Und habt ihr euch was für 2016 vorgenommen? Ich wünsch euch auf jeden Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich, wenn ihr mich auch in dem nächsten Jahr weiterhin bei meinen kleinen und großen Entdeckungen begleitet.